Mannschaften

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Für 750 Spiele - nur bei den Altherren - wurde Herbert Poggenpohl jüngst geehrt.
© Foto: Müller

Werne - Das Jahr 1972 – Emerson Fittipaldi holt den WM-Titel in der Formel Eins, Eddie Merckx gewinnt die Tour de France, der spätere Volksmusikant Hansi Hinterseer gehört im weltweiten Skizirkus zu den zehn Besten, Deutschland wird Fußball-Europameister dank Müller, Beckenbauer oder Netzer und der VfL Werne bekommt seinen Rekordspieler: Herbert Poggenpohl.

 Ab dem 23. Februar ist er Mitglied im Verein für Leibesübungen und dies – inzwischen im Nachfolgeverein Eintracht – stets geblieben. In diesem Oktober wird er besonders geehrt: 

750 Spiele im Trikot der Evenkämper – nur für die Altherren. Insgesamt dürften es gut 1 600 Spiele für seinen Verein sein. „1 500 davon sind dokumentiert“, sagt der Jubilar, der auch mit 60 Jahren die linke Außenbahn mit großem Engagement und Laufpensum beackert.

 „Ich möchte keine Minute von dem missen, was ich in all den Jahren erlebt habe“, sagt Poggenpohl rückblickend, und: „Ich hatte Glück mit meiner Gesundheit und meine Frau spielt auch immer mit.“ Inzwischen ist er Opa. Mit Iris hat er drei Kinder: Romina, die lieber Ballett tanzte, und die Söhne Timo und Henry, die für die Eintracht und den WSC Fußball spielen. 

An sein erstes Spiel mit den Schülern des VfL erinnert Poggenpohl sich gut: „Es war ein Freundschaftsspiel beim SuS Rünthe am Schacht III. Wir sind mit dem Fahrrad hingefahren.“ Nur das Ergebnis fällt ihm nicht mehr ein.

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Herbert Poggenpohl als Seniorenspieler im VfL-Trikot
© Archiv

 

Hubert Schwichtenhövel hat ihn zum VfL gelockt. Das erste Seniorenspiel absolviert Poggenpohl mit der zweiten Mannschaft gegen den FC Nordkirchen, der erste Einsatz in der „Ersten“ folgt 1981 beim SV Südkirchen. Der VfL verliert am Böckenbusch mit 0:7. „Bernd Haverkamp ist danach mit denen in die Bezirksliga aufgestiegen. Aber im Pokal haben wir sie Einsnull geschlagen“, weiß Poggenpohl zu berichten. 1988 gibt es in der Kreisliga A Lüdinghausen das erneute Duell mit Bernd Haverkamp. 

Vor 1 800 Zuschauern im Dahl kommen die Evenkämper gegen Südkirchen nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und der SVS steigt wieder auf. Dieses Spiel zählt Herbert Poggenpohl zu den Höhepunkten in seiner sportlichen Laufbahn; ebenso wie die damaligen Rünther Sport-Werbewochen, denn: „Da haben wir unter der Woche vor 400, 500 Zuschauern gespielt, am Wochenende vor tausend.“ 

Absolute Höhepunkte: die beiden Bezirksliga-Aufstiege

Absolute Höhepunkte sind zwei Aufstiege mit dem VfL Werne: 1983 gelingt nach dem 3:2-Erfolg bei Westfalia Wethmar ebenso der Sprung in die Bezirksliga wie in der Saison 1995/96. Gemeinsam mit Torjäger Franz Göller ist er der einzige Spieler der Meistermannschaft von 1983, der noch dabei ist, als der VfL nach einem 7:0-Heimsieg gegen Ottmarsbocholt einen Punkt Vorsprung vor dem SuS Olfen ins Ziel rettet. Die Meistersause fällt entsprechend aus. Unter Peter Schemann kommt Herbert Poggenpohl auch mit 39 Jahren stets zum Einsatz.

Bereits ab 1991 kickt er – zunächst aushilfsweise – auch für die Altherren seines Vereins und ist bis zu seinem 44. Lebensjahr unter anderem auch als Spielertrainer für die Reserve am Ball. Über den Zusammenschluss seines VfL mit der BSG Rother-Krietemeyer zur Eintracht ist Herbert Poggenpohl nicht sonderlich erfreut, aber: „Man akzeptiert das.“ Viel wichtiger ist ihm, dass er weiterhin mit seinen alten Weggefährten wie Franz Göller, Manfred Kesting, Günter Rüsenberg (†) oder Mike Krzyzosiak auf dem Platz steht, denn: „Man ist mit den Leuten verwachsen. Wir hatten immer eine tolle Gemeinschaft und haben viele Dinge unternommen.“ 

Ein Vereinswechsel kommt nicht in Frage

Ein Wechsel zu einem anderen Verein kommt für ihn nicht infrage: Treue, das ist neben Ehrlichkeit, Disziplin, Zuverlässigkeit und Bescheidenheit eine Tugend, die einen Arbeiterverein, wie es der VfL im von der Zeche geprägten Evenkamp ist, besonders auszeichnet. Das Spiel der Grün-Weißen ist rau – der Ton auch. Im legendären Lippestadion geht’s zur Sache. „Und wenn auf dem Platz mal was Böses gesagt wurde, dann war das nach dem Spiel schnell wieder vergessen...“ 

Zimperlich ist da niemand und auch die Jungen in der Schülermannschaft machen bereits diese Erfahrung: „Die Trikots waren noch aus schwerer Baumwolle, die waren bei Regen oder Schnee klitschenass und sauschwer. Aber wir hatten nur zehn Stück für zwölf Leute. Und du hast auch im November oder Dezember, wenn du reinkommen solltest, trotzdem das dreckige Teil angezogen, weil du unbedingt spielen wolltest.“ Das habe abgehärtet: „Allergien hat da kein Kind gehabt“, erinnert der Spiele-Jubilar sich an so manche Schlacht in matschigen Strafräumen. Herbert Poggenpohl ist nicht der filigrane Zauberer.

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Ehrung für 600-Altherrenspiele durch Europameister und DFB-Ehrenspielführer Bernard Dietz.
© Eickmann

 Er entwickelt sich auch auf dem Platz zu einem Malocher, gibt keinen Zentimeter Boden und keinen Ball verloren. „Du hast ihn dreimal mit Mühe ausgespielt und bist froh, dass du ihn endlich los bist. Und dann steht der wieder vor dir...“, verzweifelte einmal ein Gegenspieler. Von der Jugendzeit bis heute hat Poggenpohl mit seinen Teams 30 Titel gewonnen – viele mit den Altherren, mit denen er mehrmals Kreismeister der Ü32 und Ü40 wird und den Kreispokal mit der Ü50-Mannschaft gewinnt. „Ich war auch mal Altherren-Spieler des Jahres“, sagt er, „es muss ja schließlich einen Grund geben für die dritte Halbzeit.“

Auszeichnung durch "Ennatz" Dietz

Eine besondere Ehre ist es für ihn, dass er vom Kapitän der Europameister-Elf 1980, Bernard Dietz, für sein 600. Spiel bei den Altherren ausgezeichnet wird. „Er ist ein tolles Vorbild, total nett und bescheiden geblieben“, sagt Pogenpohl über „Ennatz“, die Duisburger Legende.

 Nun soll der 750. Einsatz nicht der letzte gewesen sein. Die neueste Altherren-Disziplin, Walking-Fußball, ist noch nicht sein Ding: „Es ist doch gut, dass die Leute sich im Alter noch bewegen“, sagt Poggenpohl und nennt als Beispiel den WSC-Oldie Willi Jasper, der auch weit jenseits der Siebzig diese Spielart für sich entdeckt hat. „Ja“, sagt der Eintracht-Rekordspieler, „vorstellen kann ich mir das irgendwann auch, aber jetzt noch nicht.“

Die Alten Herren 16/17

Das sind die Alten Herren 2015

Training jeden Mittwoch von 18h- 19.30h.

Trainer:         Hugo Eulich Tel. 023897990715

Spiele:     Theo Plohmann Tel. 02389/51784, 01734626377 oder Mail theo.plohmann@freenet.de

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