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WERNE -  „Ich bin bereit“, sagt Ahmad Ghanoum und lächelt. Heute an 
seinem 41. Geburtstag darf der Syrer, der vor 15 Monaten nach 
Deutschland geflohen ist, bei den Hallenfußball-Stadtmeisterschaften in 
der Linderthalle Spiele der Mini-Kicker und der F-Junioren als 
Schiedsrichter leiten. In seiner Heimat pfiff er Begegnungen in der 1. Liga.
Der Geflüchtete war neben seiner Tätigkeit als Fifa-Schiedsrichter auch 
examinierter Leichtathletiktrainer. Als Aktiver gewann er mehrere 
bedeutende Pokale über 100, 200 und 400 Meter. Auch für seinen Einsatz 
als Schiedsrichter hält er sich bei den LippeRunners fit, absolvierte 
zuletzt auch einen Halbmarathon. „Mein erster und gleichzeitig auch 
letzter“, sagt der Kurzstrecken-Spezialist, der in seiner Heimat die 
Landesauswahl trainiert und zu Sportfesten in der arabischen Welt 
begleitet hatte.
Der Leichtathletik zuliebe verzichtete der bekennende Fan des FC 
Barcelona auf eine eigene Fußballerkarriere. Als Schiedsrichter blieb 
Ahmad Ghanoum aber aktiv, leitete über 100 Spiele in der 1. Liga in 
Syrien. Dort kickten 18 Mannschaften um die Meisterschaften. „Da waren 
immer viele Emotionen im Spiel. Ich musste immer ganz ruhig bleiben“, 
erinnert sich der 41-Jährige an diese aufregende Zeit.
Höhepunkte in seiner Schiedsrichterkarriere: 2005 leitete er in Damaskus 
das Endspiel der Arabischen Champions League zwischen zwei Teams aus dem 
Irak. Über 10000 Zuschauer und ein Elfmeterschießen ließen damals seinen 
Adrenalinspiegel steigen. Ein Jahr später folgte in Homs ein Duell 
zwischen Gastgeber al-Karama und Al Gihad aus Damaskus.
Nach seiner Flucht kam er über Erfurt nach Werne. Hier erkundigte sich 
Ghanoum direkt, wo Fußball gespielt wird. Im Sportzentrum Dahl 
verständigte er sich mit Eintracht Wernes Schiedsrichterobmann Cafer 
Yilmaz mit Händen und Füßen, zeigte ihm You-Tube-Videos von Partien, die 
er gepfiffen hatte. „Auch einen Schiedsrichterpass hatte er dabei“, 
erinnert sich Yilmaz.
Schnell wurde der Kontakt zur Schiedsrichterkameradschaft 
Bergkamen/Kamen hergestellt. Über das Patensystem werde er nun langsam 
an den deutschen Spielbetrieb herangeführt, erklärt Cafer Yilmaz. Ihm 
stehe bei den Spielen immer ein erfahrener Schiri zur Seite. Im Training 
und bei inoffiziellen Spielen hat sich der neue Kollege schon bewährt. 
Durch Laufen will sich Ghanoum nun fit halten, um beim 
Schiri-Fitnesstest im kommenden Mai gut abzuschneiden. „Wir laufen dann 
zusammen“, erzählt Cafer Yilmaz, der sich über die Verstärkung freut.
Nun also heute das Comeback an der Pfeife bei den Hallenmeisterschaften. 
Nein, nervös sei er nicht, erklärt Ahmad Ghanoum. Doch die Vorfreude ist 
ihm anzumerken. Die Schiedsrichterei hilft ihm, in Deutschland richtig 
anzukommen. Zu seinem großen Glück fehlt dann eigentlich nur noch der 
Familiennachzug. Doch seine Frau und die vier Kinder leben derzeit in 
Jordanien. Dort gibt es aber noch keinen Visa-Termin in der deutschen 
Botschaft.  Von André Wagner


Referee in Syriens 1. Liga

Eine für den Kreis Unna/Hamm eher seltene Anfrage erhielt der 
Gruppenobmann der Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen, Heiko 
Rahn, durch Eintracht WernesCafer Yilmaz. Der Schiedsrichter-Obmann 
sprach ihn auf einen Fußballschiedsrichter aus Syrien an, der als 
Flüchtling nach Deutschland gekommen ist, sich bei den Lippestädtern fit 
hält und gerne in Deutschland wieder aktiv werden möchte.
Über den Jahreswechsel versuchten die Verantwortlichen im 
Kreisschiedsrichterausschuss Unna/Hamm die Einsatzmöglichkeiten von 
Ahmad Ghanoum abzustimmen und schalteten auch den Vorsitzenden des 
Verbandsschiedsrichterausschusses im FLVW, Michael Liedtke, ein.
Hilfreich bei den Recherchen und Entscheidungen war der von Ahmad 
Ghanoum vorgelegte syrische Schiedsrichterausweis, der ihn für die 
Saison 2008/2009 als aktiven Schiedsrichtern in Syriens 1. Liga ausweist 
und seinen früheren Leistungsstand bestätigt.
Der 41-jährige Ahmad Ghanoum wird jetzt seine ersten Schritte für 
Eintracht Werne im Kreis Unna/Hamm absolvieren und dabei von Paten der 
Schiedsrichterkameradschaft Kamen/Bergkamen betreut.
„Ob sich daraus auch noch eine Einsatzmöglichkeit auf Verbandsebene 
ergibt, werden die Leistungen dann zeigen“, sagte Heiko Rahn über den 
früheren FIFA-Schiedsrichter.

-- 
Frank Zöllner

Mitgliederversammlung 20.11.16

WERNE -  Ergänzungswahlen und der Ausblick auf die Ausrichtung der 
Anfang Januar stattfindenden Stadtmeisterschaften im Hallenfußball waren 
die bestimmenden Themen bei der Mitgliederversammlung von Eintracht 
Werne am Sonntagmorgen im Vereinsheim am Sportzentrum Dahl.
Turnusgemäß wurden in diesem Jahr die Stellverteter gewählt – und das 
einstimmig von 24 anwesenden Mitgliedern. So wurden der stellvertretende 
Vorsitzende Theo Plohmann, der zweite Geschäftsführer Marco Küster (in 
Abwesenheit) und die stellvertretende Kassiererin Iris Kalinowski bestätigt.
Der Vorsitzende Harald Wohlfarth informierte die Mitglieder über die 
Ausrichtung der offenen Hallenstadtmeisterschaft vom 5. bis zum 8. 
Januar 2017. Eigentlich werden diese traditionell zwischen den 
Weihnachts-Feiertagen und Neujahr ausgetragen.
Da diese Feiertage aber an Wochenenden liegen, hatte sich der 
Eintracht-Vorstand dazu entschlossen, auf das erste komplette 
Januar-Wochenende zu gehen (WA berichtete). Ingesamt werden 60 
Mannschaften in den verschiedenen Altersklasen starten.
Los geht es am Donnerstagabend mit den Altherren, am Freitagabend folgen 
zudem die Reservemannschaften der Senioren und die ersten Jugendklassen. 
Der Samstag steht ganz im Zeichen der Jugend und am Sonntag steigen dann 
die Senioren-Meisterschaften. Dazu haben neben den drei Werner Vereinen 
Werner SC (Bezirksliga), Ausrichter Eintracht und Titelverteidiger SV 
Stockum auch der Dauergast SuS Rünthe, der Bezirksligist TSC Hamm und 
der A-Ligist VfL Mark bislang zugesagt. Zudem spielt der Sieger der 
Reserve-Runde mit, ein achter Verein wird noch gesucht.
„Ich wünsche mir, dass wir aus Reihen der Mitglieder zahlreiche Helfer 
dafür zur Unterstützung bekommen“, sagte Wohlfarth gestern.
Aus dem Seniorenbereich berichtete der sportliche Leiter Rainer Fiebig, 
dass die erste Mannschaft in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm) trotz eines 
Rückstandes auf die Spitze das Titelrennen nicht aufgegeben hat. „Sechs 
Punkte sind aufzuholen“, sagte Fiebig. Sorgen bereitet ihm die Reserve, 
die nach gutem Beginn zuletzt nachgelassen hat und in akuter 
Abstiegsgefahr ist. „Das Ziel ist der Klassenerhalt. Daran arbeiten 
wir“, erkärte Fiebig.
Jugendleiter Cafer Yilmaz wünschte sich mehr Unterstützung von den 
Mitgliedern in der Nachwuchsarbeit und berichtete, dass alle 
Altersklassen bis auf die E- und G-Junioren besetzt seien. Zudem erfahre 
der Verein einen regen Zulauf.
Mit fünf Schiedsrichtern sind die Evenkämper so gut aufgestellt wie nie 
zuvor. Aus der Damen-Turnriege unter der Leitung von Kirsten Schulz 
berichtete Marianne Goßling über eine fleißige Trainingsarbeit. Zuwachs 
mit Frauen ab 50 Jahren für die Gruppe, die immer mittwochs von 19 bis 
20 Uhr in der Barbara-Turnhalle ihren Sport betreibt, ist dabei immer 
gerne gesehen.
Zu Beginn gedachten die Mitglieder in einer Schweigeminute der Toten des 
vergangenen Jahres. So musste vom langjährigen früheren Geschäftsführer 
Wilfried Holtmann und von Ludger Wilkinghoff Abschied genommen werden. - 
Von Frank Zöllner

Der Vorstand: Harald Wohlfarth, Iris Kalinowski, Theo Plohmann und Sascha Hilmer. v.l.

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